Karl Degenhardt

„Burger
Ich vermute, dass aufgrund systemisch-politischer Verhältnisse, hochgradig digitalisierter Routinen und Arbeitsweisen, sowie Ästhetisierung und, daraus folgend,
Objektivierung von Raum und Zeit, das Leben an der Oberfläche selbst reine Ästhetik wird.
Durch die Tendenz, sich auf das substantialisierte Objekt zu beziehen, entsteht paradoxerweise Distanz zu dem Ausgangsmaterial aus dem die Objektivierung erst abgeleitet wurde.
So tritt ein leichtsinniger Minimalismus ins Leben, der nicht mit ernsthaften sozialen, politischen und ökologischen Problemen umgehen kann.
Nicht nur, dass dieser sterile und aus Angst geborene Minimalismus sich auf die Kunst überträgt und auf sie auswirkt.
Das Objektivierte, Verkürzte, Apotheotische und Mittelmäßige ist barbarisch oder einfach nichts weiter als das was es konstatiert – ist es jedoch zugleich äußerst komplex.“
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